Studienfach

Chemische Reaktionstechnik

Chemische Reaktionstechnik

In einem Steam-Cracker wird Rohbenzin zu Ausgangsstoffen für die Herstellung von Kunststoffen chemisch umgesetzt. In diesem Prozess laufen vielfältige chemische Reaktionen gleichzeitig ab. Dadurch entstehen leider auch Nebenprodukte, die weniger wirtschaftlich zu verwerten sind. Hier öffnet sich ein breites Betätigungsfeld für IngenieurInnen der Chemischen Technik durch beispielhafte Fragestellungen aus der beruflichen Praxis: 

  • Festlegen der Reaktionsbedingungen (Konzentration der Rohstoffe, Temperatur, Druck, Verweilzeit)
  • Analyse des Reaktionsweges (Reaktionsgeschwindigkeit, Zwischenprodukte, Nebenprodukte, Energieumsatz)
  • Optimierung des Reaktionsweges, Steigerung der Ausbeute
  • Auswahl geeigneter Katalysatoren zur Steuerung der Reaktion
  • Auswahl geeigneter Reaktoren (Größe, Aufbau, Werkstoffe, Druckfestigkeit, Strömungsführung, Wärmezufuhr, Kühlung, Einbindung in die Gesamtanlage)
  • Prüfung auf Reaktionsgeschwindigkeit und Wärmeentwicklung, Absicherung gegen "Durchgehen" der Reaktion"
  • Investitionskosten der Reaktoranlage
  • Betriebskosten der Reaktoranlage (Personal, Wartung, Energie)

Das Fachgebiet der Chemischen Reaktionstechnik

Allgemeine Fachthemen der Chemischen Reaktionstechnik sind (hier nur in Auszügen): 

  • Zusammensetzung der Reaktionsmischung (Stöchiometrie)
  • Geschwindigkeit von chemischen Reaktionen (Reaktionskinetik)
  • Wärme- und Stofftransportvorgänge in Reaktionsmischungen
  • Katalysator-Entwicklung
  • Chemische Reaktionsapparate
  • Modellierung von chemischen Reaktionen und Reaktoren

Die eben genannten Themen sind universell anwendbar von Antibiotika und Aluminium bis Zink und Zahnpasta. Ob Klärwerk oder Feinchemie, Lebensmittel oder Autoreifen, Solar-Silizium oder Haarshampoo, Spezialstahl oder Lippenstift: Bei der Herstellung aller Stoffe spielt die Reaktionstechnikeine wichtige Rolle.

 

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